Kompetenzzentrum Klimaschutz in energieintensiven Industrien (KEI)

Das Kompetenzzentrum Klimaschutz in energieintensiven Industrien (KEI) fördert, berät und vernetzt insbesondere energieintensive Industrien in Deutschland zum Thema Treibhausgasminderung. Im Fokus stehen speziell die Branchen der Grundstoffproduktion: Stahl, Chemie, Zement, Kalk, Nichteisenmetalle, Glas, Keramik, Papier und Zellstoff, Gießereien sowie weitere Industriesektoren. Hohe Treibhausgasemissionen stellen diese vor besondere Herausforderungen, um das gesetzlich verankerte Ziel der Klimaneutralität bis 2045 zu erreichen.

Das KEI ist ein Geschäftsbereich der Zukunft – Umwelt – Gesellschaft (ZUG) und agiert im Auftrag des Bundesministeriums für Wirtschaft und Energie (BMWE) und des Bundesministeriums für Umwelt, Klimaschutz, Naturschutz und nukleare Sicherheit (BMUKN). Durch die Ansiedlung im brandenburgischen Cottbus wird ein aktiver Beitrag zur Strukturentwicklung in der Lausitz geleistet. Das Team aus verschiedenen technischen und wirtschaftlichen Fachrichtungen steht der Industrie als kompetenter Partner zur Seite.

Projektförderung für die klimaneutrale Industrie von morgen

Mit der Bundesförderung Industrie und Klimaschutz (BIK) unterstützt das Bundesministerium für Wirtschaft und Energie (BMWE) klimafreundliche Industrievorhaben in Deutschland, vor allem im industriellen Mittelstand. Mit der Durchführung des Modul 1: Dekarbonisierung der Industrie ist das KEI beauftragt und ist für Förderinteressierte der direkte Ansprechpartner.

Cottbus

Standorte

Think Tank und strategische Vorhaben

Als Think Tank begegnet das KEI den komplexen Herausforderungen bei der Umgestaltung hin zu einer klimaneutralen Grundstoffindustrie. Neben der Industrie richtet sich die Arbeit des Kompetenzzentrums daher auch an die Politik, Wissenschaft und Öffentlichkeit

Die Denkfabrik identifiziert Forschungsbedarfe, greift gesellschaftliche Fragestellungen im Kontext der Industrietransformation auf und macht Wissen zur industriellen Dekarbonisierung branchenübergreifend sichtbar. Hierzu werden beispielsweise externe Forschungs- und Dienstleistungsaufträge vergeben und Fachpublikationen veröffentlicht.

Mit verschiedenen Veranstaltungsformaten bringt der Think Tank zudem Menschen zum fachlichen Austausch über relevante Handlungsfelder, wie Akzeptanzförderung oder CCU-Technologien, zusammen. Dafür finden regelmäßig Veranstaltungen wie die KEI Fachforen und das KEI Podium statt.

Das KEI wirkt im Beirat des Vordenkwerks Industrietransformation der Bellona Deutschland gGmbH und unterstützt beratend den Austausch und den Wissensaufbau auf dieser Informations- und Vernetzungsplattform.

Im Auftrag des Bundeswirtschaftsministeriums begleitet das KEI die Umsetzung des europäischen Net Zero Industry Act (NZIA) und unterstützt beratend und strategisch den Bund-Länder-Austausch. Es wirkt zudem aktiv beim Aufbau des „Servicezentrums für industrielle Transformation in den Regionen – Vernetzung regionaler Industrieinitiativen“ mit und begleitet als fachlicher Partner die methodische und strategische Umsetzung.

Cluster Dekarbonisierung der Industrie

Seit seiner Gründung 2021 unterstützt das Cluster Dekarbonisierung der Industrie (CDI) als Ideengeber und Multiplikator den Transformationsprozess der Industrie hin zur Klimaneutralität. Erster Anlaufpunkt für die mehr als 100 Clusterpartner und Interessierten ist die CDI Koordinierungsstelle in Cottbus, die das KEI ebenfalls betreibt.

Das interdisziplinäre Netzwerk mobilisiert bundesweit Kompetenzen und Synergien, um Lösungen an der Schnittstelle von Wissenschaft, Wirtschaft und Politik voranzubringen. Sichtbar wird das Wirken des CDI in verschiedenen Fachstudien sowie branchen- und sektorübergreifenden Konferenzen und Arbeitstreffen.

Die Initiatoren des Clusters sind neben dem KEI die Brandenburgische Technische Universität Cottbus-Senftenberg, das Institut für CO2-arme Industrieprozesse des Deutschen Zentrums für Luft- und Raumfahrt (DLR) und die Fraunhofer-Einrichtung für Energieinfrastrukturen und Geothermie IEG.

Nationale Kontaktstelle EU-Innovationsfonds (NKS IF)

Das Bundeswirtschaftsministerium unterstützt aktiv die Bewerbung deutscher Vorhaben im EU‑Innovationsfonds. Dafür hat es eine Nationale Kontaktstelle eingerichtet, die durch das Kompetenzzentrum Klimaschutz in energieintensiven Industrien betrieben wird. Deutsche Unternehmen können sich bei Fragen zum Programm an die Nationale Kontaktstelle EU-Innovationsfonds (NKS IF) wenden.

Fotos: © KEI

Kompetenzzentrum Klimaschutz in energieintensiven Industrien (KEI)

Karl-Liebknecht-Straße 33
03046 Cottbus